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Schichtaufbau von NiL35® Schichtaufbau von NiL35®
 
   
 

NiL35®


 
NiL35® ist Bezeichnung und Marke für eine Kombinationsschicht aus zwei Legierungen der Metalle Kupfer, Zinn und Nickel. Dieses Schichtsystem zeigt eine gute Verschleißbeständigkeit in Verbindung mit herausragendem Schutz vor Korrosion. NiL35®-Schichten werden aus wässrigen Elektrolyten mittels einer speziellen Strommodulation abgeschieden, wodurch ein Verbundwerkstoff auf der Basis einer metallischen, atomaren Bindung erzeugt wird. Um die u. g. Eigenschaften zu erzielen, empfehlen wir diese Kombinationslegierung mit 60 µm abzuscheiden. Hierbei sollte die Grundschicht eine Stärke von ca. 45 µm, die obere Schutzschicht circa 15 µm (20 µm) aufweisen. Größere Schichtstärken für Reparaturmaßnahmen sind durch eine Erhöhung der Schichtstärke der Grundschicht realisierbar.

Eigenschaften
NiL35®-Schichten sind exzellent korrosionsbeständig gegen Seewasser, Mineralsäuren und stark ätzenden Chloridlösungen. Sie bieten daher sowohl technisch als auch wirtschaftlich eine hervorragende Alternative zu den bisher unter schwierigen Umgebungsbedingungen angewendeten Laser-Cladding mit Inconel 625 und keramischen Beschichtungen. Durch die ebenfalls sehr gute Verschleißbeständigkeit eignen sich NiL35®-Schichten daher auch besonders für den Off-Shore-Einsatz, z. B. für die Schutzbeschichtung von Hy-
draulikzylindern für Hafen-, Ponton- und Bordkrane.

  • NiL35® - Schichten weisen leichte Druckspannungen von etwa -70 bis -20 N/mm2 auf.

Die Grundschicht hat eine Härte von 300 - 350 HV0,1 und die obere Schutzschicht von 580 – 650 HV0,1.
 
Korrosionsbeständigkeit:
NiL35®-Schichten liefern eine sehr gute Anlauf- und Korrosionsfestigkeit gegenüber Seewasser und stark ätzenden Eisen-III-Chloridlösungen. Auch Mineralsäuren wie z. B. Salz-, Schwefel-, Salpeter- und Phosphorsäure haben keinerlei Korrosionswirkung auf NiL35®-Schichten. Auf Stahlproben abgeschiedene NiL35®-Schichten zeigen bei elektrochemischen Versuchen in Eisen-III-Chloridlösungen ein freies Korrosionspotential von 600 mVH. Bei potentiodynamischen Polarisationsversuchen mit gleichen Elektrolyten bei 40°C bilden NiL35®-Schichten Passivbereiche bis 400 mVH. Das Redoxpotential der Eisen-III-Chloridlösung liegt bei 945 mVH.

  • Neutrale Salzsprühnebelprüfung (DIN EN ISO 9227 NSS) nach 0,14% Dehnung:
    Nach 1400 h ohne Befund abgebrochen.
  • Kesternichtest (DIN 50018 KFW 2.0 S) im Anschluss an o. g. Prüfung durchgeführt:
    Nach 7 Zyklen ohne Befund abgebrochen.
  • Seewasserbeständigkeit (nach ASTM G-48) im Anschluss an o. g. Prüfung:
    Corrosion Pitting-Test bei 40 °C über 72 Stunden bestanden.


Bei sämtlichen durchgeführten Untersuchungen hat sich NiL35® in der Korrosionsbeständigkeit deutlich überlegen gegenüber Chemisch Nickel, Chemisch Nickel/Hartchrom und Reinst-Nickel gezeigt.
 
Verschleißbeständigkeit:
Zahlreiche Untersuchungen führender Hydraulikhersteller und -anwender mit bis zu 250.000 Hüben sowie zusätzlicher Beschüttung und Querlasten von bis zu 4 Tonnen wurden durchweg bestanden. Dabei traten mit Standard-Dichtungssätzen keine Geräuschentwicklungen oder Slipstick-Effekte auf.
  • Der Taber-Abraser-Test zeigt einen Abtrag von 10 mg pro 1000 Umdrehungen.
Temperaturbeständigkeit:
NiL35®-Schichten zeigen nach 15 Zyklen einer starken Temperaturwechselbelastung keinerlei Risse oder Ausbrüche. Im Test wurde ein mit NiL35® beschichtetes Rohr im Wechsel 23 Std. lang bei -40 °C gekühlt und an-schließend sofort für 1 Std. in eine auf 80 °C vorgeheizte Klimakammer gebracht.
Die maximale Einsatztemperatur wird derzeit ermittelt.

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